Robert S. Duncanson
Robert Seldon Duncanson war ein amerikanischer Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts europäischer und afrikanischer Abstammung. Inspiriert von berühmten amerikanischen Landschaftskünstlern wie Thomas Cole schuf Duncanson renommierte Landschaftsgemälde und gilt als Künstler der zweiten Generation der Hudson River School. Duncanson verbrachte den Großteil seiner Karriere in Cincinnati, Ohio und trug zur Entwicklung der Landschaftstradition des Ohio River Valley bei. Als freier schwarzer Mann im antebellum Amerika engagierte sich Duncanson in der abolitionistischen Gemeinschaft in Amerika und England, um seine Werke zu unterstützen und zu fördern. Duncanson gilt als der erste afrikanisch-amerikanische Künstler, der international bekannt wurde. Er war in den Kulturkreisen von Cincinnati, Detroit, Montreal und London tätig. Die wichtigste kunsthistorische Debatte über Duncanson dreht sich um die Rolle, die zeitgenössische Rassenfragen in seinem Werk spielten. Einige Kunsthistoriker wie Joseph D. Ketner glauben, dass Duncanson rassische Metaphern in seiner Kunst verwendete, während andere wie Margaret Rose Vendryes die Betrachter davon abraten, sich seiner Kunst aus einer rassialisierten Perspektive zu nähern.